BOMBAY CHAPTER:
Mohile Parikh Centre for Contemporary Culture (MPC3), Bombay
26. Maerz 2005
14.00
VIENNA CHAPTER: Kuenstlerhaus, Vienna
20. Mai 2005
21.00
BERLIN CHAPTER: Haus der Kulturen der Welt,
Berlin
14. August 2005
14.00
Film
Die Leuchte Asiens (Prem Sanyas)
Regie: Franz Osten und Himansu
Rai
Indien/Deutschland 1925, 35mm, stumm, b/w, Produktion: Emelka (Munich),
Great Eastern Corporation (Delhi)
Himansu Rai hatte die Idee
zu diesem Film: Er wollte eine ganze Serie von Filmen ueber die
großen Weltreligionen drehen - dieser sollte vom Leben Buddhas
handeln, ein anderer sollte auf der Grundlage der Oberammergauer
Passionsspiele gedreht werden. Rai reiste deswegen nach Muenchen
und konnte die Firma “Emelka” fuer sein Vorhaben begeistern:
die deutsche Seite wuerde den Regisseur, Kameramann und Assistenten
nach Indien schicken und die Ausruestung stellen. Himansu Rai, der
selbst die Hauptrolle spielte, versprach alle weiteren Schauspieler
zu engagieren und zusaetzliche Geldmittel aufzutreiben. Das Drehbuch
basiert auf einer Adaptation des orientalistischen Epos “The
Light of Asia” von Edwin Arnold, als Rahmenhandlung zeigt
der Film einen Strand in Bombay, wo sich Touristen die Geschichte
Gautamas von einem weißbaertigen Mann erzaehlen lassen ...
Franz Osten schrieb ueber diesen Film: “Die Aufgabe, die ich
mit meinen treuen Helfern zu bewaeltigen hatte, war die Herstellung
eines echt indischen Films, mit ausschließlich indischen Darstellern,
Bauten und Originalrequisiten. Moegen auch vor uns vereinzelte amerikanische
und europaeische Filmfirmen in Indien gedreht haben, so dienten
ihre Aufnahmen doch lediglich zur Ergaenzung ihrer mit ihren eigenen
Darstellern groeßtenteils im Glashause hergestellten modernen
Spielfilme.” “Die Leuchte Asiens” wurde vor allem
in Europa und in den USA ein großer Erfolg - der halb-dokumentarische
Stil beeindruckte ein breites Publikum, dessen Interesse an Indien
- und am Buddhismus durch den zwei Jahre zuvor erschienenen Roman
“Siddhartha” von Hermann Hesse geweckt worden war.
Franz Osten (1876-1956) shot
a number of films as chief director of the Munich production company
‘Emelka’ that were largely ignored by the critiques.
That changed when he set off to India with a four-strong team from
Bavaria in March 1924, and with ‘The light of Asia’
brought the first in a series of films with Indian subjects to German
and European cinema.
Himansu Rai (1892-1940) film
producer and actor, director of the legendary ‘Bombay talkies’
studios, the foundation of which coincided with the collaboration
of him and Franz Osten (Rai is mentioned as co-director only in
some versions).
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