Ausstellung

Künstlerhaus, Wien
19. bis 22. Mai 2005
Eoeffnung 19. Mai 2005, 19:00

Wild Life Garden
Langeweile im Identitaetszoo von Shantanu Lodh und Michael Woergoetter, 2005

Michael Woergoetter: Abseits reiner Geschaeftsinteressen gibt es auch wirklich luxurioese interkulturelle Kunstkooperationen. Das sind dann gemeinsame Bastelstunden im Kulturkerker des jeweils Anderen. Dirk Baecker fragt ja nicht umsonst: “Wozu Kultur?“ Und Boris Buden erklaert Kultur als „unuebersetzbar“. Wir uebersetzen frei: Kultur ist ein „Fluss ohne Wiederkehr“. Fest steht: Eine Kultur kommt selten allein - darum schmieden wir Fluchtplaene und ueben Ausbruchsvarianten. Um Hinweise wird gebeten.“

Shantanu Lodh: Vielleicht gibt es so etwas wie Zivilisationsinstinkt. Und damit meine ich nicht guten Geschmack oder aehnliches, sondern ein Spueren von Grausamkeit, von Enge und Unverschaemtheit die dir die Luft zum Atmen nimmt. Nicht nur wenn von Kultur geredet wird, stellen wir oft synchron die Haare auf. Das ist sehr interessant, da wir beide voellig verschiedene Hintergruende haben. Ich glaube, wenn es die olympische Disziplin „Synchron Haare aufstellen“ gaebe, haetten wir durchaus Medaillenchancen. Aber das ist ja ein Wettkampf und die behaupten immer: Dabei sein ist alles! Da fragen wir uns schon warum trotzdem alle auf Urlaub wollen.

Shantanu Lodh, Kuenstler (Neu Delhi)

Michael Woergoetter, (geb. 1963) ist Filmemacher, Kuenstler und Kurator und lebt in Wien. Er ist Gruender des Kunst- und Theorie Netzwerkes DeEgo und unterrichtet an der Universitaet fuer Angewandte Kunst in Wien.

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