BERLIN CHAPTER: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
11. August 2005
10.00 – 14.00

Vortrag:
Limits of authenticity – Hindutva’s European Entanglements

‘Herkunft’ - und die Behauptung ‘zivilisatorischer’ and ‘ethnischer’ Authentizitaet gegenueber denen zu verteidigen, die von der ‘urspruenglichen’ Kultur ihres Landes vermeintlich entfremdet sind, gehoert zu den Allgemeinplaetzen der aktuellen Debatte um Identitaet - in Suedasien genauso wie in Europa. Diese Behauptungen gehoeren zum wirkungsvollen Instrumentarium der politischen Kampagnen im Zeitalter der Globalisierung, in dem nationalstaatliche Interessen und gesellschaftliche Gefuege verwundbar erscheinen, was wiederum die politische Kultur nervoes stimmt und den Boden fuer Fremdenfeindlichkeit und Gewalt bereitet. In Indien haben sich vor allem die Wortfuehrer der Hindutva die politischen Vorstellungen von ‘Herkunft’ als eine erfolgreiche Strategie zunutze gemacht. Der rechtsradikale Fluegel beruft sich auf ethnische Authentizitaet bei der Auspraegung einer modernen Form des ‘Hindutums’ - und legitimiert damit die aeußerst umstrittene Politik, die die Umverteilung von wirtschaftlichen und politischen Ressourcen anstrebt. Zugleich sind diese Behauptungen nach zwei Jahrhunderten des Kulturaustauschs zwischen dem imperialistischen Europa und Suedasien anachronistisch. Man kann die politischen Ideen im modernen Suedasien nicht als simple Fortschreibungen westlicher Ideologien ansehen - andererseits bleiben Ideologien wie die ‘Hindutva’ unverstaendlich, wenn man ihre europaeischen Inspirationsquellen außer Acht laesst. Dieser letztgenannte Aspekt wird im Zentrum dieses Forschungsprojektes stehen.

Sumit Sarkar (Delhi) was, until his recent retirement, Professor of History at Delhi University, where he began teaching in 1976. His most recent publication is “Beyond Nationalist Frames: Relocating Postmodernism, Hindu Fundamentalism, History.” Professor Sarkar has been General Secretary of Indian History Congress and Visiting Professor at Oxford, Canberra, Paris and Hawaii.

Respondent: Erhard Haubold (Berlin) journalist, former Asia-correspondent to FAZ

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