BERLIN
CHAPTER: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
12. August 2005
11.00 – 18.00
Vortrag:
Civil Society and Development Aid: The Politics of Responsible
Engagement
Hier wird die Rolle der Entwicklungshilfe auf ihre Synchronitaet
mit den Beduerfnissen der Zivilgesellschaft untersucht. Die
Globalisierung hat ein scharfes Licht auf die veraenderte
Rolle von Staat, Maerkten und Zivilgesellschaften in einer
Welt verstaerkter sozialer und einkommensbedingter Unterschiede
geworfen. Ebenso hat die zunehmende Deregulierung und Privatisierung
des Sozialwesens die Entwicklungshilfe beeinflusst. Die traditionelle
Rolle der sozialen Akteure ist angesichts der Krise einer
stark geteilten Welt in Frage gestellt worden.
Welche Positionen nehmen Entwicklungshilfsorganisationen im
Umgang mit dieser Krise ein? Halten marktwirtschaftliche Ideologien
Einzug in den westlichen Entwicklungshilfeorganisationen?
Uebertraegt sich der Druck, den Regierungen auf Hilfsorganisationen
der Nordhalbkugel ausueben, auf Partnerschaften auf der Suedhalbkugel?
Ist die Praxis der kritischen Debatte in den Hilfsorganisationen
lebendig und aktiv? Reagieren zivilgesellschaftliche Organisationen,
die auf Unterstuetzung angewiesen sind, mit strukturellen
Umwandlungen, um besser auf die Forderungen der Hilfsorganisationen
eingehen zu koennen? Sind die Instrumente der Entwicklungshilfe
in der Lage, Unabhaengigkeit, demokratische Debatten und gerechte
Partnerschaften, in denen Macht nicht destruktiv benutzt wird,
zu gewaehrleisten?
Diese weitergehenden Fragen werden in der Absicht gestellt,
die Debatte um die Rolle von Hilfe, Buergertum und Demokratie
zu bereichern. Die vordraengende Rhetorik des ‘aid is
trade’ muss eingedaemmt werden und eine ernsthaftere
Qualitaet partnerschaftlichen Engagements in der Sozialentwicklungspolitik
angestrebt werden.
Shobha Raghuram is Director
of the India Regional Office of the Humanist Institute for
Cooperation with Developing Countries, Bangalore. She obtained
a PhD in Philosophy from the University of Pune, in 1981.
She did her Post Doctoral Research at the University of Sorbonne,
Paris in the History of Ideas and Hermeneutics on a Government
of France Fellowship. Her research interests include development
policies, role of develop-ment aid, civil society, livelihood
concerns and ethics in public life.
Respondent: Susanne Schultz,
political scientist, specialist on population politics, Berlin.
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