Ausstellung
Haus der Kulturen der Welt, Berlin
11. bis 14. August 2005
Eröffnung: 11.08.2005, 18 Uhr
Chosen Bits
and Scattered Wholes
Realität und Alltag deutsch-indischer Frauen der zweiten
Generation
von Anke Illing, Fotografin & Sun-ju Choi, Kuratorin,
Deutschland 2005
Viele Menschen indischer Herkunft haben
ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland. Lange Jahre hieß
es, dass die zweite Migrantengeneration zwischen zwei Kulturen
lebe und nicht wisse, wo sie hingehoere. Doch sieht man genauer
hin, stellt man fest, dass viele von ihnen selbstverständlich
und selbstbewusst Position zu Indien beziehen, ohne sich fremddefinieren
zu lassen. Sie koennen und wollen ihren Migrationshintergrund
nicht negieren, wohl aber die Parameter und den Grad der Identifizierung
mit dem Herkunftsland selbst setzen. So beschäftigen
sich viele mit indischer Kultur, loten Interessen aus, setzen
Schwerpunkte und entdecken Indien und “Indischsein”
– jedeR auf ihre/seine eigene Art und Weise. Die Aufmerksamkeit
der Ausstellung “Scattered Wholes and Chosen Bits”
gilt den deutsch-indischen Frauen der zweiten Generation.
Wie sieht ihr Leben aus? Was haben sie fuer Berufe? Ist ihr
Leben anders als das von “Normaldeutschen”?
In der Ausstellung werden acht Frauen
vorgestellt, die in Berlin und Koeln leben. Sie sind verschiedenen
Alters, haben unterschiedliche Berufe und Interessen. Sie
haben divergierende Realitäten. Gemeinsam ist ihnen jedoch
der Bezug zu Indien, den sie beständig suchen und finden
– in unterschiedlichster Form.
zur Ausstellungseröffnung
Tanzperformance von Mala Ullal
"Matrimonial",
"Match invited for our Berlin based daughter, Indian
origin, from decent family. Fair, beautiful, self educated,
working girl, artistically inclined, cooking and housekeeping
could be improved. Seeking open minded handsome boy, professionally
settled. Caste no bar experience required . Please respond
with photo and biodata.“
Mala Ullal arbeitet als freischaffende Tänzerin
und Yogalehrerin seit 2002 in Berlin, seit 1997 Zusammenarbeit
mit Elise Ralston
Sun-ju Choi arbeitet
als Journalistin und Drehbuchlektorin. Seit Oktober 2003 ist
sie fuer DOMiT (Dokumentationszentrum fuer Migration aus der
Tuerkei) als freie Rechercheurin zum Thema Migration aus Korea
nach Deutschland tätig. Sie ist Mitglied von Kanak Attak
und Kanak TV.
Anke Illing, geb. 1971
in Deutschland, studierte zunächst Hotel-Management.
Seit 2002 arbeitet sie als freie Fotografin in Berlin mit
den Schwerpunkten Portraits, Menschen und Reisen. Sie hat
in den letzten Jahren mehrere Fotoserien zu sozialen und kulturellen
Themen veroeffentlicht.
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